FAQs


F: Gibt es eine Straßenkarte der Region Wangerooge-Harlesiel im WWW?
A: Ja es gibt hier eine.


Hier gibt es weitere touristische Informationen über Wangerooge.

Wangerooge in Stichworten

Die etwa 8,5 Kilometer lange und im Mittel 1 Kilometer breite Insel Wangerooge ist die östlichste der bewohnten Ostfriesischen Inseln. Im Westen wird die Insel durch die Harle und Spiekeroog begrenzt, im Osten trennt die Balue Balje Wangerooge von Minsener Oldeoog. Am Beispiel der Insel Wangerooge lassen sich die Wangerungsbewegungen der Ostfriesischen Inseln sehr gut nachvollziehen, da der Westturm der Insel über mehrere Jahrhunderte hinweg eine feste Marke dargestellt hat. Zu Zeiten seiner Erbauung im Jahre 1597 noch in der Inselmitte gelegen, standen seine Fundamente am Weststrand bei seiner Sprengung im Jahre 1914 bereits im Wasser und sind heute Bestandteil der Buhne B. Der jetzige Westturm (siehe Foto oben), der als Jugendherberge dient, ist in den Jahren 1932/33 nach den Plänen des alten Westturms gebaut worden.
Die Insel hat vermutlich bereits um die Zeitenwende existiert, ist aber in der Folgezeit starken Veränderungen unterworfen gewesen, nicht zuletzt durch den Einbruch der heute bereits wieder vollständig bedeichten Harlebucht am Festland im 13./14. Jahrhundert. Die ein- und ausströmenden Wassermassen der Harlebucht flossen um 1650 noch durch ein bis zu sechs Kilometer breites Seegatt zwischen Wangerooge und Spiekeroog. In der Folgezeit (bis etwa 1750) verengte sich das Gatt auf 1,5 Kilometer und begünstigte Sandablagerungen östlich von Spiekeroog, da durch die fortschreitende Bedeichung der Harlebucht immer geringere Wassermassen durch das Seegatt ein- und ausströmten. Gleichzeitig wurde das Gatt tiefer und wanderte an das Westende von Wangerooge heran. Von 1650 bis 1850 verlagerte sich der Westteil der Insel durch Abtrag um zirka 800 Meter in östliche Richtung, gleichzeitig wuchs die Insel im Osten um zirka 2300 Meter, so daß sie in dieser Zeit tatsächlich zirka 1,5 Kilometer länger geworden ist. Wie auf allen Ostfriesischen Inseln haben die Abbrüche im Westen - verstärkt durch schwere Sturmfluten - die Bewohner Wangerooges immer wieder gezwungen, ihre Siedlung in östlicher Richtung, also zur Inselmitte hin, neu aufzubauen.
Seit 1874 wurde versucht, durch 23 Buhnen und Buhnendeckwerke von 4,3 Kilometern Gesamtlänge den Westteil vor weiteren Abbrüchen zu sichern. Wie wichtig dies war, zeigt die Tatsache, daß sich in den letzten 300 Jahren das Westende um etwa 2,5 Kilometer in südöstliche Richtung verlagert hat.
Seit 1804 ist Wangerooge Seebad. 1991 hatte die Insel zirka 1200 Einwohner und beherbergte etwa 73.000 Gäste (ohne Tagesgäste). Autoverkehr ist auf Wangerooge nicht zugelassen. Die Insel ist von Harlesiel aus tideabhängig mit der Fähre zu erreichen. Vom Westanleger fährt eine Schmalspurbahn zum Dorf Wangerooge.
entnommen: "Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, 7 Wangerooge"


Fragen richten Sie bitte an Thomas Severiens.