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Die technischen Entwicklungen

In den USA planen zwei Firmen konkurrierend (und nach etwas unterschiedlichen technischen Verfahren), ein landesweites Mobil-Funk-Netz aufzubauen, das auch die Übertragung von Daten erlaubt. Erklärtes Ziel ist, damit jedem Bürger von jedem Standort im Lande aus Zugang zum Internet und damit zu E-Mail zu verschaffen.

Für die übrigen Gebiete des Globus (Entwicklungsländer, unerschlossene Regionen, abseits liegende Gebiete (Seefahrt, ..) plant die größte Software Firma ein System von ca. 860 erdnahen Satelliten, die sich die Daten breitbandig weiterreichen, bis eine Erdstation erreicht werden kann. Konkurrierend plant eine andere Firma ein System von ca. 40 erdfernen geostationären Satelliten, das aber für den Nutzer leistungsfähigere Endgeräte erfordert. Mit diesen Systemen wird es dann möglich sein, sich von jedem Ort der Erde aus breitbandig in das Internet einzuklinken. Hierin liegt u.U. eine Chance für die deutschen Hochschulen, die sich wegen der hohen Kosten derzeit einen schnellen Anschluß nicht leisten können.

Der Aufbau schneller Leitungen in USA (Daten-Superhighway..) wurde als erklärtes Wahl-Programm der jetzigen Regierung aufgestellt und dann zügig ins Werk gesetzt.
Das hat u.a. dazu geführt, daß ein wesentlicher Teil der Kommunikation der Regierung mit einzelnen Bürgern bereits über E-Mail (ca. 100.000 je Vierteljahr) läuft.
Es ist der Regierung gelungen, daß allgemeine Interesse auf die dadurch nutzbaren neuen Dienste zu lenken, und den wirtschaftlichen Vorteil zu erkennen. Die jetzige beginnende Hochkonjunktur (mit einem Bilanzgewinn an Arbeitsplätzen) wird wesentlich auch auf die in diesem Industriebereich geschaffenen neuen Stellen und die durch den Einsatz dieser Dienste sich verstärkende internationale Wettbewerbsfähigkeit zurückgeführt. Dieser Effekt würde um so stärker hervortreten, je größer der zeitliche Vorsprung in der Einführung dieser Techniken sei. Derzeit wird die bisher sehr starke staatliche Förderung des weiteren Ausbaus der Superhighways etwas zurückgenommen, da die Industrie sich über eine dadurch denkbare Wettbewerbsverzerrung beschwert hat.


diekmann@merlin.physik.uni-oldenburg.de