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Dezentraler Volltext-Informationsdienst in Fachbereichen der Physik

Nach einer Grundausbildung für Installation, Administration und Benutzung der Server- und Client-Instrumente, sowie den in der Pilotphase erarbeiteten Standards und Normen beginnt in der Hauptphase flächendeckend der Aufbau der dezentralen Volltext-Literaturdatenbanken an den Physik-Fachbereichen. Erreicht werden soll damit eine wirksame Ergänzung der klassischen Informationsdienste bezüglich Vollständigkeit, Aktualität und Volltextversorgung:

Vollständigkeit wird erreicht, indem jeder Autor alle Materialien bereitstellt, die er der Öffentlichkeit zugänglich machen kann und will. Dabei kommen neben gewöhnlichen Publikationen in Fachzeitschriften auch unveröffentlichte Texte von Vorträgen, Konferenz-Beiträgen, Projektberichte und Instituts-Berichte in Frage, die man bisher in klassischen Datenbanken vergeblich sucht.
Aktualität wird erreicht, indem ,,Preprints``, die bislang fast ausschließlich in Papierform verschickt wurden, elektronisch angeboten werden. Auch interessante Teile von Diplomarbeiten und Dissertationen mindestens aber Dissertations-Kurzfassungen, können bereitgestellt werden - zumindest so lange, bis sie durch eine zusammenfassende Publikation ersetzt sind.
Als Volltextversorgung technisch leicht realisierbar ist zumindest die Aufnahme der jüngeren, in der Regel bereits maschinenlesbar geschriebenen Arbeiten. Hierzu wird ein Speicherplatz benötigt, der heute bereits billiger ist, als das Papier für die gedruckte Arbeit. Ältere Arbeiten, Graphiken und Fotos sollen ,,eingescannt`` und auf beliebigen ,,windows``-fähigen Rechnern wieder dargestellt werden. Selbst die Aufnahme von Dokumenten mit bewegten Bildern und Tonfolgen ist heute bereits kein Problem mehr.

Um für die Öffentlichkeit zugänglich und recherchierbar zu sein, soll der Datenbestand in das WWW bzw. WAIS (über Mosaic) und parallel dazu auch in das Retrievalsystem kommerzieller Datenbankanbieter (z.B. in PHYS beim FIZ) eingebunden werden.

Der Aufbau eines Grundstocks von Inhalten (Preprints, Berichte, experimentelle Daten,...) für das verteilte Informationssystem bedarf bei den Fachbereichen einer einmaligen Förderung, da zunächst die Wissenschaftler vor Ort mit den neuen Kommunikationsmitteln vertraut werden müssen, und sie am Anfang eine intensive personelle Unterstützung zur korrekten Strukturierung ihrer Arbeiten und deren Aufnahme in die lokale Datenbank benötigen. Nach einem solchen Anstoß ist jedoch zu erwarten, daß sich jeder Wissenschaftler weiterhin selbst darum bemühen wird, seine neuesten Arbeiten frühzeitig einem Informationssystem zur Verfügung zu stellen, aus dem er selbst seine wichtigen Informationen bezieht. Daher ist die Institution, an der die Arbeit entstanden ist, der richtige Ort für den Aufbau und die Pflege dieses Informationsdienstes.



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