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Zentren für Naturwissenschaftliche Fachinformation (ZeNFi)

An einigen Universitäten sollen leistungsfähige regionale Zentren für Naturwissenschaftliche Fachinformation (ZeNFi) eingerichtet werden, die nach Ende des Vorhabens von den jeweiligen Ländern übernommen werden. In diese soll die in der Physik seit 1985 gewachsene Kompetenz einfließen. Auch die anderen Fachrichtungen, in denen zur Zeit ähnliche Vorschläge diskutiert werden, insbesondere die Mathematik und die Informatik, sollen ihre Erfahrungen personell und institutionalisiert einbringen. Die ZeNFi's sollen untereinander arbeitsteilig auch bei der Lösung zukünftiger Aufgaben über die Förderungsphase des Projekts hinaus zusammenwirken.

In den Zentren sind vor allem die Normen und Standards für die innere Struktur des offenen Informationssystems zu entwickeln und zu erproben. Hierzu ist rasch auch eine enge Kooperation mit den internationalen Wissenschafts-Verlagen, der TIB Hannover, den Fachinformationszentren und den internationalen Fachorganisationen aufzubauen. Die Zentren schulen intern die Mitglieder der Fachbereiche und vermitteln die Orientierung im Informationssystem auch nach außen zu Industrie und Verwaltung der Region.

Bisher haben Informationsbeauftragte aus mehreren Physik-Fachbereichen Interesse für eine Mitarbeit in solchen Zentren geäußert:
In Darmstadt wird über Struktur, Standards und Normen für einen Volltext-Informationsdienst für Fachbereichs-Literatur nachgedacht. Auch die Entwicklung einer elektronischen Verbindung zum FIZ Karlsruhe mit dem Ziel eines Datenaustauschs in beide Richtungen wird hier vorgeschlagen. Oldenburg bietet Beratung bei der Installations von WWW-Server (,,Physik-home page``) und -Clients. Zusammen mit der Informatik werden hier die elektronischen Werkzeuge auf ihre Verwendbarkeit für das Informationssystem bewertet und angepaßt [16]. Auch Strukturen für verteilte dynamische Fakten-Datenbanken werden in Oldenburg entwickelt und erprobt. Jena kümmert sich weiterhin um die Aufnahme älterer und historischer Dokumente, CD-ROM, Patentdaten und den Technologie-Transfer zur Industrie. In Bochum werden statische Fakten- und Lern-Datenbanken erprobt. Essen bemüht sich um die Evaluierung numerischer Programme im Kontakt zu HEPiX (Zusammenschluss von Hochenergie-Physikern zur Entwicklung einer einheitlichen Programmier-Umgebung). Augsburg/Regensburg pflegt weiter das Physik-gopher Server-System und entwickelt internet-tools für ein verbessertes Retrieval. Konstanz setzt Hypertext in der Lehre ein und entwickelt ein Konzept für ,,dynamische Wissensdarstellung``.
Für weitere Initiativen und Vorschläge ist es noch nicht zu spät. Interessenten sollten sich möglichst umgehend an die Autoren wenden. Insbesondere gilt dies für alle mit der Ware Information handelnden Partner in Hochschulen, Industrie und öffentlicher Verwaltung mit dem Ziel, die sich verändernde Informationslandschaft aktiv mitzugestalten.



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diekmann@merlin.physik.uni-oldenburg.de